Kasachstandeutsche ohne Zukunft?

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 Kasachstandeutsche ohne Zukunft?

in: Gerhard Wettig (Hrsg.) Aussenpolitik [Zeitschrift für internationale Fragen, Bonn] 44/2, 153-62.

Die nachfolgende Internetausgabe realisiert die Papierversion in der Zeitschrift Aussenpolitik am Bildschirm exakt, das heißt seitenumbruchidentisch.


 

 


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Markus Wolf / Alexander Frank

Kasachstandeutsche ohne Zukunft?

In der früheren Sowjetunion war es den mehrere Millionen zählenden Mitgliedern der deutschen Volksgruppe weithin sehr schlecht ergangen. 1941 wurden sie unter grausamen Bedingungen deportiert. Dabei wurden die Männer von ihren Familien getrennt und als „Soldaten“ einer „Arbeitsarmee“ in den Gulag geschickt. Nur wenige von ihnen kehrten zu ihren Angehörigen zurück. Auch nachdem in der Chruschtschow-Periode das Verratsverdikt gegen die Deutschen im Lande fallengelassen worden war, blieben diese weiterhin vielen Restriktionen, etwa dem Verbot der Rückkehr in ihre Heimatgebiete, unterworfen. Daher entstand unter ihnen der Wunsch nach einem freien Leben in Deutschland als jenem Land, aus dem ihre Vorfahren vor langer Zeit gekommen waren. Nach dem Zerfall der UdSSR sehen sich die „Rußlanddeutschen“, die mittlerweile vielfach in Kasachstan ansässig geworden waren, weiteren Herausforderungen gegenüber. Des Bemühens vieler Staatsführungen wie insbesondere auch des kasachischen Präsidenten Nasarbajew um ein gutes Verhältnis unter den Nationalitäten ihres Landes ungeachtet, breiten sich in Zentralasien Tendenzen zur Verdrängung der Fremden aus, die sich zwar primär gegen die Russen richten, aber die anderen Europäer und damit auch die Deutschen einbeziehen. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich seit jeher bereit erklärt, auf ihrem Gebiet Deutsche von anderswoher aufzunehmen, ist aber zugleich daran interessiert, daß der Exodus der Deutschen aus der früheren UdSSR so weit wie möglich eingeschränkt wird. Aus diesem Grund hat die deutsche Regierung Hilfen angeboten, die den „Rußlanddeutschen“ den Verbleib in ihren Siedlungsgebieten ermöglichen sollen. Wie das Problem aus der Sicht der Betroffenen aussieht, wird von dem in Zentralasien weitgereisten Münchener Slawisten Markus Wolf und dem bis 1992 in Alma-Ata als Redakteur der deutschsprachigen Zeitung „Freundschaft“ und Chefredakteur des deutschsprachigen Fernsehprogramms „Guten Abend!“ tätigen Alexander Frank dargestellt.
Auf Verlangen namentlich der Landsmannschaften und Vertriebenenverbände1hat die deutsche Regierung schon unter Adenauer eine Fürsorgepflicht für die „Rußlanddeutschen“ akzeptiert. Solange ideologische Ansprüche der sowjetischen Führung und ihre These, daß es sich um eine ausschließlich innerstaatliche Angelegenheit handle, jegliche Unterstützung von Angehörigen der deutschen Volksgruppe in der UdSSR unmöglich machten, beschränkte sich die Hilfe aus Bonn notwendigerweise auf die Anmahnung von „Ausreisemöglichkeiten“. Ein weiteres Hindernis für eine Verbesserung der Lage der Sowjetdeutschen war, daß diese bis März 1989 keine eigenen Mandatsträger hatten. Damit fehlte der deutschen Regierung ein Ansprechpartner.2

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1 Vgl. Karl Stumpp, Die Russlanddeutschen, Stuttgart, Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, 1980. Tausend Jahre Nachbarschaft: Russland und die Deutschen, München, Bruckmann, 1988.

2M. Schippan/S. Striegnitz, Wolgadeutsche. Geschichte und Gegenwart, Berlin, Dietz, 1992; B. Meissner/H. Neubauer/A. Eisfeld, Die Russlanddeutschen, Köln, Markus, 1992; Barbara Dietz/Peter Hilkes, Rußlanddeutsche: Unbekannte im Osten, München, Olzog, 1992, S. 121-122 (Bibl. Anm.).

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Spätestens mit dem Überfall Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion 1941 fand eine fast zwei Jahrhunderte währende Siedlung der deutschen Volksgruppe in Rußland ihr Ende. Strukturell und regional änderte sich diese völlig. Der Schwerpunkt der deutschen Siedlung liegt: - anders als in der Vorkriegszeit - nicht mehr im Westen der damaligen Sowjetunion, sondern in Westsibirien und Nordkasachstan. Nach der Volkszählung von 1989 lebten in Kasachstan mehr Bürger deutscher Abstammung (957.518) als in Rußland einschließlich Sibiriens (841.295). Nach dem Zerfall der UdSSR ist die Frage der Volksdeutschen aus einer bilateralen Angelegenheit zu einer zwischen mehreren Akteuren besprochenen Sache geworden, weil sie eine Reihe von Nachfolgestaaten angeht. Zudem sind seit 1989 drei deutsche Sammlungsbewegungen entstanden. Ihre Ziele sind die Wiederherstellung der bis 1941 bestehenden Wolgarepublik und die Schaffung vergleichbarer autonomer Gebiete.

Manches ist unklar. 1989 hatten - sowie auch bei den vorangegangenen Volkszählungen - anscheinend nicht alle Deutschen den Mut, ihre Nationalität gegenüber den sowjetischen Behörden anzugeben. Daher weiß niemand genau, wie viele nun wirklich das Recht auf Ausreise nach Deutschland in Anspruch nehmen könnten. Im Falle Rußlands würde sich der Verlust aller Deutschen angesichts einer Bevölkerung von 148 Mio. wirtschaftlich kaum bemerkbar machen. Bei Kasachstan jedoch mit seinen nur knapp 17 Mio. Einwohnern (1991) sähe das ganz anders aus. Warum nun gerade die Kasachstandeutschen nahezu ausnahmslos ihre Heimat verlassen wollen, um sich auf entweder russischem bzw. ukrainischem oder deutschem Territorium niederzulassen, ist Gegenstand des vorliegenden Beitrags.

Phasen der deutschen Ansiedlung in Kasachstan

Die Besiedlung Kasachstans durch die Rußlanddeutschen erfolgte in drei Etappen. Nachdem Deutsche schon Mitte des 18. Jahrhunderts der Werbung der Zarin Katharina Il. nach Rußland gefolgt waren, gelangten sie 1871 erstmals nach Kasachstan. Anfang des 20. Jahrhunderts waren über 110 deutsche Ansiedlungen in den nordwestlichen Gebieten Kasachstans entstanden. Die deutschen Kolonien nahmen in Landwirtschaft und Handwerk eine wichtige Position ein. Die russische Revolution von 1917 zog in Kasachstan nicht nur für die kasachische und russische Bevölkerung, sondern auch für die Nachkommen deutscher Auswanderer weitgehende Folgen nach sich. Die Bolschewiki entzogen den Großgrundbesitzern und Viehhändlern ihre Lebensgrundlage.

Dies betraf vor allem die am weitesten entwickelten Gebiete, darunter auch die deutschen Siedlungen. Soziale Unruhe und politische Unsicherheit zwangen viele Kasachstandeutsche dazu, wieder an die Wolga oder in die Ukraine zurückzukehren. Jeder vierte Deutsche verließ seine kasachische Heimat. Die Zwangskollektivierung nahm in dieser Region nach den besonders harten Jahren 1921-30 auch den Deutschen die Möglichkeit zu landwirtschaftlicher Eigeninitiative. So gut wie alle Kleinbauernhöfe wurden vernichtet. Ihre bisherigen Bewirtschafter waren gezwungen, in eine Großkolchose oder eine Kommune einzutreten. 1931/32 trafen plötzlich die ersten Züge mit enteigneten Groß- und Kleingutbesitzern aus der

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Wolgaregion in Kasachstan ein. Dieser Zustrom „entkulakisierter" deutscher Bauern aus den Schwarzmeer- und Wolgagebieten hatte fatale Auswirkungen auf die ohnehin katastrophale Versorgungslage im Lande. Die aus ihrer Heimat im Westen Vertriebenen wurden in den öden Steppen Zentral- und Südkasachstans angesiedelt.

Der schwerste Schlag für die Rußlanddeutschen waren jedoch die Deportationen nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion. In dem Deportationserlaß vom 28. August 1941 wurden die Wolgadeutschen der Spionage, der Kollaboration mit dem deutschen Aggressor und der Vorbereitung von Sabotageakten bezichtigt.3Bereits Anfang September 1941 trafen in Kasachstan die ersten Züge mit den Deportierten ein. Die Deutschstämmigen wurden nach ihrer Ankunft unter besondere Aufsicht gestellt. Sie durften die ihnen zugewiesenen Sondersiedlungen keinesfalls verlassen und hatten sich einmal im Monat bei dem für sie zuständigen Kommandanten zu melden. Davon waren in Kasachstan 394.000 und in der gesamten UdSSR zusammen 949.829 Angehörige der deutschen Volksgruppe betroffen. Der Gebrauch der deutschen Sprache wurde strengstens untersagt, es gab keine Möglichkeiten zum Schulbesuch, und religiöse Betätigungen wurden strafrechtlich verfolgt.

Als im Herbst 1955 deutsch-sowjetische Verhandlungen über die Rückführung der deutschen Zivilisten und Kriegsgefangenen in ihre Heimat begannen, wurden durch Erlaß des Obersten Sowjets der UdSSR vom 13. Dezember 19554die umgesiedelten „Rußlanddeutschen“ von der Sonderaufsicht befreit. Es blieb ihnen jedoch auch weiterhin untersagt, in ihre früheren Heimatorte zurückzukehren und Ansprüche auf verlorenes Vermögen geltend zu machen. Nach dem Ende der bisherigen Restriktionen setzte eine starke Binnenmigration ein. Nach dem Krieg waren es nur einzelne Angehörige der Volksgruppe gewesen, die trotz der bestehenden administrativen Hindernisse den Versuch unternommen hatten, die ihnen aufgezwungenen Siedlungsgegenden im Norden (Ural, Sibirien) zu verlassen, um dafür weniger unwirtliche Gebiete mit besserem Boden und vorteilhafteren Berufsperspektiven einzutauschen. Nach Aufhebung des Sonderregimes von 1941 führte der Weg der deutschen Umsiedler oft in das südliche und östliche Kasachstan.5

Erst Mitte der sechziger Jahre ergab sich für die Deutschen die Möglichkeit, eine Wiederherstellung ihrer früheren Autonomie zu fordern.6Das Verlangen wurde von der sowjetischen Zentralregierung abgelehnt. Die Deutschen nahmen jedoch in dieser Zeit einen bescheidenen kulturellen Aufschwung. Sie erreichten in Kasachstan

- die Einführung des muttersprachlichen Unterrichts und Zulassung des Fachs ,Deutsch" in den Schulen;

- die Einrichtung einer Abteilung für die Heranbildung von Muttersprachlehrern;

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3Vgl. Michael Schippan/Sonja Striegnitz (Anm. 2), S. 233-234.

4Vedomosti Verchovnogo Soveta SSSR, 20.12.1955.

5Michael Schippan/Sonja Striegnitz (Anm. 2), S. 234-235.

6Vgl. Peter Hilkes/Peter Marikucza (Hrsg.), Förderungsmöglichkeiten für Deutsche in der ehemaligen Sowjetunion, München, Osteuropa-Institut, 1992, S. 100.

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- die Gründung der deutschsprachigen Tageszeitung „Freundschaft“ (seit 1991: „Deutsche Allgemeine“) in Selinograd mit anfänglich 5.000 und schließlich 20.000 Exemplaren sowie

- Erleichterungen in vielen gesellschaftlichen Bereichen infolge eines gleichzeitig einsetzenden wirtschaftlichen Aufschwungs.

Nunmehr konnte sich auch die früher verbotene Arbeit der kirchlichen Gemeinde in Kasachstan, Südsibirien und im Altai-Gebiet wieder bescheiden entfalten. Aller Fortschritte ungeachtet, blieben die soziale Stellung und das Bildungsniveau der Deutschen auf einem niedrigen Stand. 1970 hatten nur 0,9 Prozent der Deutschstämmigen einen Hochschulabschluß. Nach langjähriger Unterdrückung, brutaler Deportation, existenzbedrohender Zwangskollektivierung, fortgesetztem Verbot der Muttersprache und dem Ausbleiben einer jeglichen Förderung war dies nicht überraschend. Der Umstand, daß die Volksdeutschen in der Sowjetunion vor allem auf dem Lande lange Zeit als dagebliebene ehemalige Kriegsgefangene galten, erschwerte es ihnen weiter, als organisierte Volksgruppe für ihre Rechte einzutreten.

Zunehmende Akzeptanz

Allmählich trat ein Umschwung in der sowjetischen Haltung gegenüber den Deutschen im Lande ein. Diese wurden als wichtiger wirtschaftlicher Faktor entdeckt. Das galt auch für Kasachstan. Nunmehr machten sich die Zentralkomitees der Kommunistischen Partei sowohl in der Sowjetunion insgesamt als auch speziell in Kasachstan anheischig, eine „Verbesserung der ideologischen Massenarbeit unter der deutschstämmigen Bevölkerung der Republik“ zu bewirken. Dies blieb nicht ohne Folgen für die Emanzipationsbestrebungen der Deutschen in Kasachstan. Engagierte Persönlichkeiten unter ihnen bemühten sich, die kasachische Regierung zu Lösungen der bestehenden Probleme zu veranlassen. Unter KPdSU-Generalsekretär Andropow erfolgte auf Unionsebene die erste offizielle Anerkennung der wirtschaftlichen Leistungen, die die Deutschstämmigen erbracht hatten. Am 66. Jahrestag der Sozialistischen Oktoberrevolution 1983 nannte Andropow die im Lande lebenden Deutschen einen wirtschaftlichen Faktor des sozialistischen Systems, als er ihren Beitrag zum Aufbau der Volkswirtschaft nach dem Krieg und bei der Neulanderschließung in Kasachstan würdigte.

Doch diese Anerkennung kam zu spät. Damals nahm die Ausreise der Deutschen in die Bundesrepublik bereits rapide zu. Vertreter der älteren Generation, bei denen die Erinnerung an die wolgadeutsche Heimat, an die Vorkriegszeit im Kaukasus oder in der Ukraine noch ganz wach war, stellten in den Jahren 1983-86 immer mehr Ausreiseanträge bei den örtlichen Behörden, ohne freilich Bescheide zu erhalten. Immerhin wurde das frühere Ausreiseverbot schon unter Breschnew grundsätzlich aufgehoben. Die Kasachstandeutschen kamen erst ab 1986 teilweise in den Genuß von Ausreisegenehmigungen. Im ersten Jahr durften 1.030 Deutsche das Land verlassen, denen aufgrund von Bittbriefen 13.000 weitere folgten. Der Exodus führte verschiedentlich zu negativen Reaktionen im Lande. Einige regionale Parteisekretäre erklärten, die Deutschen seien von der sowjetischen Heimat ernährt und erzogen worden. Nachdem man ihnen Zuflucht gewährt und sie von ihrer national-

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sozialistischen Vergangenheit befreit habe, hätten sie sich erholt und verließen das Land. Zahlreiche an die für die Ausreisegenehmigungen zuständigen Organe des Innenministeriums gerichtete Instruktionen verfolgten den Zweck, den 1987 zusehends stärker gewordenen Strom der deutschen Emigranten aus der Sowjetunion zu stoppen.

Umgekehrt unternahm die kasachische Niederlassung der volksdeutschen Unionsgesellschaft „Wiedergeburt“ seit ihrer Gründung im März 1989 wiederholt Versuche, die sowjetische Regierung von der Notwendigkeit radikaler Maßnahmen zur Steigerung des Bildungsniveaus des deutschen Bevölkerungsteils zu überzeugen. So wurden etwa die Gründung von Schulen mit erweitertem muttersprachlichen Deutschunterricht, die Schaffung weiterer Abteilungen an Hochschulen zum Studium rußlanddeutscher Literatur und Geschichte, bessere Bedingungen für die Erhaltung der deutschen Identität, Programme mit deutschsprachigen Radio- und Fernsehsendungen sowie die Einrichtung von Begegnungszentren und Klubs als Maßnahmen verlangt, die dem Auswanderungsdruck entgegenwirken würden. Es wurden sogar nationale Bezirke mit deutschstämmiger Mehrheit innerhalb Kasachstans gefordert.

Die Deutschen im selbständig werdenden Kasachstan

Die Nachkommen der deutschen Auswanderer aus Hessen, Bayern, aus der Pfalz und dem Rheinland zählen heute zu den größten ethnischen Gruppen im kasachischen Vielvölkerstaat. Erstmals seit dem Zensus von 1926 bilden die Kasachen wieder mit 39.7 Prozent den stärksten Teil der Bevölkerung - vor den Russen mit 37 Prozent, den Deutschen mit 5.7 Prozent und den Ukrainern mit 5.4 Prozent.

Mit dem Auftrag, den Zustand des Kulturlebens und der Weiterbildungsmöglichkeiten für die Minderheiten auf dem Territorium Kasachstans festzustellen und Maßnahmen zur Wahrung der verschiedenen ethnischen Identitäten unter gleichzeitiger Bereitstellung der nötigen finanziellen Mittel einzuleiten, wurde im Februar 1988 innerhalb der Abteilung „Propaganda und massenpolitische Erziehungsarbeit“ beim Zentralkomitee (ZK) der Kommunistischen Partei Kasachstans eine Sektion für internationale Beziehungen gegründet. Doch diese Behörde konzentrierte sich nur auf statistische Arbeiten und unterließ alle praktischen Maßnahmen. Die Mitarbeiter dieser Sektion distanzierten sich überdies von den Aktivitäten der zahlreich gewordenen nationalen Verbände, Kommissionen und Komitees. Nach zwei Jahren wurde die Sektion aufgelöst. Das Interesse der kasachischen Staats- und Parteiführung an den Problemen der ethnischen Minderheiten war geschwunden. Die von den deutschen, tschetschenischen, koreanischen, uigurischen, jüdischen, griechischen und weiteren vier Volksgruppen aufgebauten Komitees für die Erhaltung des jeweiligen nationalen Kulturerbes wurden ihrem Schicksal überlassen.

Die staatlichen Institutionen zeigten sich den Deutschstämmigen gegenüber zunehmend restriktiv. Sie entzogen der deutschen Volksgruppe - anders als den zahlreichen Interessenverbänden der Kasachen - die bislang gewährte finanzielle Unterstützung. Das betraf zum Beispiel das Deutsche Theater in Alma-Ata, die

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deutschsprachige Tageszeitung, das Deutsche Radio in Alma-Ata und den deutschsprachigen Fernsehdienst beim kasachischen Fernsehen mit dem Wochenmagazin „Guten Abend!“.

Demzufolge nahmen die Redakteure der deutschsprachigen Zeitung „Freundschaft“ die Sache der Deutschen in die eigene Hand. Sie sprachen gezielt die Unzulänglichkeiten der kommunistischen Politik gegenüber der deutschen Minderheit an und forderten eine größere Medienvielfalt im Bereich Presse, Hörfunk und Fernsehen. Daraufhin stimmten die Behörden der Einrichtung einer deutschsprachigen Fernsehsendung zu und stellten sogar deren Finanzierung in Aussicht. Im März 1989 startete man mit 40 Sendeminuten pro Woche (Hörfunk und Fernsehen). Da hierfür keine Mittel im letzten Fünfjahresplan vorgesehen waren, übernahmen die Kasachstandeutschen das Jahresbudget teilweise.

Das Fernsehmagazin "Guten Abend!" hatte viele Zuschauer, wie die umfangreiche Hörerpost erkennen ließ, die die Redaktion aus ganz Kasachstan, der Altai-Region, Nordusbekistan und großen Gebieten in Rußland (bis Orenburg) erhielt. Auch einschlägigen Umfragen zufolge, erreichten die deutschsprachigen Sendungen ein ziemlich großes Publikum. Um das Niveau der deutschsprachigen Sendungen zu steigern, nahmen dessen Urheber in Moskau Kontakt mit Vertretern bundesdeutscher Sender auf. Nach ersten Begegnungen im Oktober 1989 schenkte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) den Kollegen in Alma-Ata eine vollständige Studio-Ausrüstung. Zu den wichtigsten Themen von "Guten Abend!" gehörten schon 1990 die Schwierigkeiten der deutschen Minderheit in Kasachstan und die Integrationsprobleme der in Deutschland lebenden Aussiedler.

Zunehmende Schwierigkeiten

Schon damals wurde befürchtet, jeder dritte Deutschstämmige wolle so bald wie möglich Kasachstan verlassen. Gleichwohl bemühte sich die kasachische Regierung nur wenig, um das Leben der Kasachstandeutschen zu erleichtern. Die Führung in Alma-Ata wirkte eher in entgegengesetzter Richtung. Die Zahl der Muttersprachlehrer und der Studenten für den Fachbereich Deutsch an der entsprechenden Hochschule in Koktschetaw wurde verringert. Schrittweise schaffte man das Fach Deutsch in den alten deutschen Gemeinden Romanowka, Roshdestwenka, Krasnojarka, Jermentau und Pawlowka im Gebiet Selinograd sowie in den Siedlungen Thälmann, Rosowka und Uspenka im Pawlodarer Gebiet ab. Oft lautete die Begründung, Kasachisch solle die Amtssprache in Kasachstan werden. Die spärlichen Subventionen für die Volksbildung reichten bei weitem nicht aus, um den Deutschunterricht an Schule und Hochschule auf dem bisherigen Niveau zu halten, zumal ungleich mehr Mittel an Bildungseinrichtungen für kasachische Kinder und jugendliche flossen. Die schleichende Kasachisierung erfolgte oft direkt auf Kosten der deutschen Minderheit: Wo eine Schulklasse mit muttersprachlichem Deutschunterricht oder eine deutsche Gruppe im Kindergarten geschlossen wurde, traten bald entsprechende kasachische Einrichtungen an die Stelle. Durch die Einrichtung von deutschen Schulen und Hochschulen in Ortschaften mit überwiegend deutscher Bevölkerung, mit der Förderung des muttersprachlichen Unterrichts in den

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Kindergärten und ruicht zuletzt durch symbolische Unterstützung der deutschen Belange ließe sich Abhilfe schaffen. In der kasachischen Hauptstadt wohnen 14.000 Deutschstämmige, für deren Kinder es derzeit nur zwei Kindergartengruppen und zwei Projektklassen mit erweitertem Deutschunterricht gibt. Vergleichbare Proportionen sind auf dem Land festzustellen.

Als Kasachstan noch eine Republik der früheren Sowjetunion war, sprach sich Präsident Nursultan Nasarbajew im Herbst 1990 offen gegen politische Autonomiebestrebungen der Deutschen im Lande aus. Dies blieb nicht ohne Auswirkungen auf die Verhältnisse im kasachischen Fernsehen. Die vom WDR gespendete Ausrüstung der Sendung "Guten Abend!". wurde immer häufiger für nicht-deutsche Sendungen requiriert. Das zog erhebliche Konflikte und zuletzt auch eine Kürzung der Gelder für das deutschsprachige Programm nach sich. Auch auf die Programmgestaltung nahm die Leitung des kasachischen Fernsehens zunehmenden Einfluß. Es solle nicht so viel aus Deutschland, sondern mehr von den Deutschstämmigen aus Kasachstan berichtet werden. Denn wenn die Zuschauer im Fernsehen nur Bilder aus Deutschland sähen, werde die natürliche Hemmschwelle, das Land zu verlassen, leichter überwunden. Das Programm solle doch helfen, dies zu verhindern. Obwohl die Redakteure der Sendung die Probleme der Auswanderer mit der Integration in der Bundesrepublik in den Mittelpunkt stellten, wurde das nicht als Entlastungsargument anerkannt. jedesmal, wenn etwas aus Deutschland gebracht wurde, galt dies als Werbung für die Ausreise, und das Programm wurde entweder gestrichen oder durch etwas anderes ersetzt. Druck auf die deutschen Redakteure wurde auch dadurch ausgeübt, daß deren bereits genehmigte Dienstreisen in letzter Minute verzögert oder auf unbestimmte Zeit aufgeschoben wurden.

Auf wirtschaftlicher Ebene kam es ebenfalls zu Einschränkungen für die deutsche Minderheit. Die Angehörigen der Volksgruppe hatten kaum Schwierigkeiten, bis zur Stufe eines Direktors einer unbedeutenden Kol- oder Sowchose aufzusteigen. Wenn aber höhere Stellen besetzt wurden, hatten sie kaum noch Chancen. Bei Beförderungen an der Spitze eines Gebietes oder Bezirks wurden oft Kasachen bevorzugt berücksichtigt, nicht aber Zugehörige deutscher oder anderer Volksgruppen.7Nach Einschätzung vieler erst kürzlich ausgewanderter Deutschstämmiger haben sich die Verhältnisse in Kasachstan seither kaum zum Besseren verändert. Bis heute sind die Verbindungen zwischen den früheren sozialistischen Kadern fast immer ausschlaggebend. Die demokratischen Oppositionsbewegungen sind ohne finanzielle Mittel und bilden keinen ernstzunehmenden Machtfaktor. Die Deutschen müssen bei der Pflege ihrer Kultur zurückstecken, ohne daß sie irgendeinen Ausgleich erhalten. Die Tatsache, daß bei der Volkszählung jeder fünfte Kasachstandeutsche Russisch als Muttersprache angegeben hat, wird von der kasachischen Regierung als Argument gegen die vorgetragenen Autonomieforderungen verwendet.8

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7Ein typisches Beispiel ist der berufliche Werdegang eines kasachstandeutschen Betriebsvorsitzenden, Waldemar Schmidt, in der Karl-Marx-Kolchose im Gebiet Koktschytaw. Erst wurde er als Vorsitzender abgesetzt, dann wieder eingestellt, spiter wieder abgesetzt und wieder dann eingestellt, nachdem sich sein jeweiliger kasachischer Nachfolger als unfähig erwiesen hatte.

8Vgl. die Angaben des kasachischen Ministers Driller auf dem 1. Kongreß der Deutschen Kasachstans am 29./30.10.1992, wiedergegeben in: Neues Leben, 11.11.1992, S. 2.

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Das restriktive Verhalten der Behörden gegenüber der deutschen Minderheit ist aus der Perspektive der Führung in Alma-Ata verständlich. Der junge kasachische Vielvölkerstaat fürchtet, seine territoriale Integnität zu gefährden, wenn er territorial-ethnischen Autonomiebestrebungen nachgibt. Diese Sorge läßt sich in vielen Interviews spüren, die Präsident Nasarbajew gegeben hat. Er betonte immer wieder, nationale Bezirke auf kasachischem Boden stünden nicht zur Diskussion. Kasachstan müsse unzertrennlich bleiben und eine Einheit bilden. Es sei an den Deutschen selbst, für die Erhaltung ihrer Identität im Lane zu sorgen. Mag diese Überlegung vor dem Hintergrund der erst kürzlich errungenen kasachischen Selbständigkeit auch verständlich sein, so sind damit zugleich schwerwiegende Beeinträchtigungen für die deutsche Minderheit verbunden. Den Deutschstämmigen wird im Vergleich zur sowjetischen Zeit ein schwerer Statusverlust abverlangt, wie er in den slawlschen Nachfolgestaaten Ukraine und Rußland nicht bekannt ist. Es verwundert darum nicht, daß allein 1991 225.000 Kasachstandeutsche Aussiedleranträge in Deutschland gestellt haben. Unter den Kasachstandeutschen ist das Verbleiben im Lande schon keine diskussionswürdige Alternative mehr zum Weggang. 1992 sind aus Kasachstan 114.382 Deutsche in die Bundesrepublik umgesiedelt - bei nicht mehr als 194.596 Personen in den Nachfolgestaaten der früheren UdSSR (mit Georgien, aber ohne die Baltischen Staaten) insgesamt.9

Nach dem Kriegsfolgenbereinigungsgesetz vom 21. Dezember 1992 werden künftig jährlich nicht mehr als 200.000 Aussiedler aus der früheren UdSSR in der Bundesrepublik aufgenommen. Das läßt freilich, falls die derzeitige Tendenz anhält, erwarten, daß die kasachstandeutsche Frage in sieben Jahren durch Ausreise gelöst sein wird. Wie beurteilen die Sammlungsbewegungen der Volksdeutschen die Lage? Bei der Anhörung im Bundestag über die Situation der deutschen Minderheiten in Osteuropa im Dezember 1992 haben die Vertreter der größten Sammlungsbewegungen, Heinrich Groth und Hugo Wormsbecher, die Aussicht auf eine Wiedererrichtung der Wolga-Republik als illusorisch bezeichnet. Inzwischen hat Groths „Wiedergeburt“ von ihrer früheren Position „Wolga-Republik oder Massenausreise“ Abstand genommen. Als Grund dafür gibt sie an, das im Dezember vom Bundestag beschlossene Kriegsfolgenbereinigungsgesetz (das die Option der Übersiedlung in die Bundesrepublik weiterhin offenhält) sei bei den Rußlanddeutschen mit großer Zufriedenheit aufgenommen worden.

Die Kasachstandeutschen und das deutsch-kasachische Verhältnis

Die deutsche Regierung stellte 1993 250 Mio. DM für Hilfsmaßnahmen für Deutschstämmige in der ehemaligen Sowjetunion und im übrigen Osteuropa zur Verfügung.10Nachdem nunmehr eine Finanzierung der Wolga-Republik im Rahmen des neuen Fonds „Rußlanddeutsche“ gesichert erscheint, hat der russische Präsident deren Wiedererrichtung formell verfügt.11Dem gingen Vereinbarungen in Form einer bilateralen deutsch-kasachischen Erklärung vom 22. September 1992

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9Mitteilung des Bundesministers des Inneren in Bonn, 26.1.1993. Vor 1992 wurden keine Statistiken hinsichtlich ihrer Herkunft bezüglich der sowjetischen Unionsrepubliken geführt.

10Süddeutsche Zeitung, 21.1.1993.

11Ukaz Prezidenta Rossijskoj Federacii. 0 sozdanii fonda „Rossijskie nemcy“, in: Rossijskaja gazeta, 23.12.1992.

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über Minderheiten- und Volksgruppenschutz sowie vor allem Wirtschafts- und Sicherheitsprobleme voraus.12 Demnach messen beide Seiten „der Entwicklung einer gegenseitig vorteilhaften wirtschaftlichen Zusammenarbeit besonderes Gewicht bei“. Die Bundesrepublik erklärte sich bereit, „Kasachstan bei der Gestaltung seiner marktwirtschaftlichen Ordnung zur Seite zu stehen“ und den Reformprozeß beim Übergang zur Marktwirtschaft zu begleiten". Darin kam das kasachische Interesse an deutscher Hilfe und deutschen Investitionen klar zum Ausdruck.

Für die deutsche Seite stand die rechtliche Absicherung des Status der deutschen Minderheit in Kasachstan im Mittelpunkt des Bemühens. Der entscheidende Passus in der Erklärung lautet wie folgt: „Beide Seiten würdigen auch den Beitrag der deutschen Bevölkerung zur Entwicklung der heutigen Republik Kasachstan und bekräftigen im Einklang mit ihrer Rechtsordnung ihr gemeinsames Interesse, den kasachischen Bürgern deutscher Abstammung, wie jedem Bürger Kasachstans - unbeschadet ihres Rechts auf Ausreise - für sich und ihre Kinder in ihrer Heimat Kasachstan ihren Lebensschwerpukt zu erhalten und Entfaltungsmöglichkeiten zu sichern. Deutschland und Kasachstan stimmen darin überein, daß den kasachischen Staatsangehörigen deutscher Abstammung in der Republik Kasachstan sowie den deutschen Staatsangehörigen kasachischer Abstammung in der Bundesrepublik Deutschland gemäß ihrer freien Entscheidung die Pflege ihrer Sprache, Kultur und nationalen Traditionen sowie die freie Religionsausübung ermöglicht wird."

In der "Gemeinsamen Erklärung" werden fast alle internationalen Menschenrechtsnormen berücksichtigt. Dabei fehlt jedoch die Menschenrechtskonvention der KSZE von Kopenhagen,13 die die kollektiven Rechte der ethnischen Minderheiten in den Schutz einbezieht. Es ist zwar in allgemeine Form von „Rechten nationaler Minderheiten“ die Rede, doch werden die Kasachstandeutschen nicht ausdrücklich erwähnt. Daher steht zu befürchten, daß die Erklärung nicht mehr als nur die Bekundung guter Absichten und nicht die Zuerkennung konkreter Rechte zum Inhalt hat. Gleichwohl ist dieses Dokument ein wichtiger Ausgangspunkt für die künftige vielseitige Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten. Positive Ansätze gibt es bereits. Das Enstehen einer Privatwirtschaft in Kasachstan hat die Schaffung mehrerer von Deutschen geleiteter Wirtschaftsvereine und Gesellschaften ermöglicht. Diese Unternehmen verfügen bereits über direkte Kontakte zu westlichen Firmen. Klar ist, daß Deutschstämmige, die sich hier engagieren, kaum Ausreisepläne hegen werden. Aufgrund der geschäftlichen Verbindungen ihrer Firma zum westlichen Ausland besitzen sie eine nahezu uneingeschränkte Reisefreiheit. Nach Schätzungen dürfte diese Gruppe ungefähr 10.000 Personen umfassen. Das sind vor allem Direktoren von Agrar- und Industriebetrieben (ca. 10 Prozent aller Betriebsleiter), führende Spezialisten in Unternehmen, Beamte des öffentlichen Dienstes sowie wohlhabende Bauern und Arbeiter.

Die überwiegende Mehrzahl der Kasachstandeutschen steht jedoch vor anderen Problemen. Für sie stehen die Grundlagen der Existenz auf dem Spiel. Die markt-

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12Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung, 30.9.1992, S. 975f.

13Das Dokument vom Kopenhagener KSZE-Treffen über die menschliche Dimension vom 29.6.1990, in: Europa-Archiv, 15/1990, S. D380-D394.

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wirtschaftlichen Strukturen müssen in Kasachstan erst noch geschaffen werden und sind daher noch nicht tragfähig. Kleinste Hilfen können hier viel bewirken und dazu beitragen, daß ein massenhafter Exodus, der für niemanden die beste Lösung wäre, verhindert wird. Ähnlich wie in Rußland und in der Ukraine könnten eventuell auch in Kasachstan seitens der Bundesrepublik einschlägige Betriebe unterstützt werden, die ansässigen Deutschstämmigen Existenz- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten.14Dies wäre eine wichtige Hilfe, auch wenn eine territoriale Autonomie für die deutsche Volksgruppe aufgrund der besonderen Situation des Landes nicht zur Diskussion steht. Probleme der „Rußlanddeutschen“ in Kasachstan sind spezifisch kasachische Probleme und daher anders als die von andersartigen Umständen bestimmte „deutsche Frage“ in Rußland zu lösen. Man muß fragen, ob es richtig ist, bei dem Versuch, den „Rußlanddeutschen“ eine dauernde Heimat zu geben, allein auf die russische oder ukrainische Karte zu setzen. Es wird nicht zuletzt von den Kasachstandeutschen abhängen, ob es gelingen wird, für die Deutschstämmigen in der früheren UdSSR eine andere Lösung als die der Ausreise in die Bundesrepublik zu finden.

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14Hierzu die Stellungnahme des kasachischen Ministers Driller auf dem 1. Kongreß der Deutschen Kasachstans am 29./30.10.1992, in: Neues Leben, 11.11.1992, S. 2.

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